Logo Yachtschule Stoll Freiburg

Maritimes Lexikon

Ein Service der Yachtschule Spittler
Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Wir können keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben machen.

A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y - Z

A
abfallen Ablenkung Absunk achterlich Achterleine
Achterstag aufheißen ADNR Aufschießer aufschießen
anluven ATIS Auge Ausreiten
B
Backbord Back Bändsel Bake Baum
Beaufort BAPT / RegTP bekneifen belegen Beobachteter Ort
Besan Beschickung Besteckversetzung Binnenschiffsfunk Bilge
Block Boje Bootshaken BSH Buhne
Bullenstander Bucht Bug BRZ / BRT
C
CARING Choke Cockpit Cospas/Sarsat Cunningham
Curryklemme CW
D
DECCA Deviation DGPS DHI Dirk
DMYV Döpper Doppelstander Drempel dsc
DSV DP07
E
eindampfen einpicken Ende EPIRB Etmal
F
Fall Fahne Faksimile Fender fieren
Flagge Flaggenzertifikat Fock Festmacher
G
gegißter Ort Genua GLONASS GlW GMDSS
GPS Groß / -schot Geschlagenes-Tau Gaffel
H
Hahnepot Hals Halse heißen Heck
I
Indexfehler Isobaren INMARSAT Inmarsat-E Epirb
J
Jacht Jolle Jakobsstab
K
Kammklemme Kabeltonnen Kardeele Karweel Kavitation
Ketch Kielschwein Kiel killen Kombifunkgerät
Kinken Klampe Klinker Kopf Kopfschlag
Koppelort Krängung Kreuzknoten Kuchenbude
L
Laufleinen Lee Legerwall Leitwerk Lenzpumpe
Liek Lifebelt Lloyds Open Form Log Logbuch
Lot Lümmel Luv LUT
M
MAP-Datum Marlspieker Meridian MIB Mittagsbesteck
Mole Mooring
N
Nadir Navigation NAVTEX Navi Niedergang
Nock NIF no cure - no pay
O
ORKA Ösfaß
P
Paddel Palstek Pantry Pegel Persenning
Pier Pinne Planke Poller Priel
Pütting
Q
Q-Wende
R
RACON Reffkausch RegTP RCC Ringwaden
Rigg RTTY raumen Ruder / -blatt Rumpf
Rund achtern
S
Saling Salon SAR SART Schapp
Schäkel Scherstift Schiff-Schiff Schot Schothorn
Schotstek Schott schralen Schwalbennest Schwert
Seefunk Seeventil Schandeck(el) Seewetterberichte Segellatte
Selftailer Sextant schwojen Siel Slip
Smeerreep Slup Sorgleine Spiere Spinnacker
SITOR Spring Spleiß Stag Staken
Steuerbord Strecktau stützen
T
Talje Takelage Takling Tampen Tau
Tauchtiefe Tiefgang Tonne trawlen Traveller
Transponder Trimm Trog
U
Unterliek Unterliekstrecker
V
Verklicker verzurren Vorleine Vorliek Vorpiek
Vorschot
W
Want(en) Wasserstand Warpanker Webeleinstek Winsch
Weichengebiet WGS84 Wuling
XY
Xanthippe Yacht Yardstick-System Yawl
Z
Zenit Zinkmäuse Zollstander

abfallen
Bug vom Wind wegdrehen, Heck zum Wind. In Lee gehen. Gegenteil anluven

Absunk
s. Tauchtiefe.

achterlich / achtern
hinten, von hinten

Achterleine
Leine, die das Boot am Heck also achtern am Steg hält

Achterstag
Drahtseil, das den Mast nach achtern hält

ADNR
"Accord européen relatif au transport international des Marchandises dangereuses par návigation du Rhine".
"Europäisches Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf dem Rhein", gleichzeitig Verordnung über die Beförderung gefährlicher Güter auf dem Rhein.

anluven
Bug zum Wind bringen. Gegenteil abfallen. S.a. Luv

aufschießen
Leine ordentlich ohne Kinken in sauberen Windungen aufwickeln.S.a. Aufschießer

Aufschießer
Bremsmanöver bei Segelbooten. Anluven bis das Boot mit dem Bug in den Wind steht. S.a. Leine aufschießen

heißen
hochziehen des Segels oder einer Flagge

Heck
Der hintere Teil eines Bootes

ATIS:
Automatisches Teilnehmer Identifikations System.
Ermöglicht im Binnenschiffsfunk die Identifikation einer sendenden Schiffsfunkstelle. Signal wird jeweils nach loslassen der Sprechtaste gesendet und beinhaltet das Identifikationszeichen. Es ist beim Empfänger durch einen kurzen Piepston hörbar. Dadurch kann die Überwachungsbehörde mittels Spezialgeräten Funkstörer feststellen. ATIS wird im Seefunk nicht angewendet. Deshalb dürfen Seefunkgeräte nicht am Binnenfunk teilnehmen, lediglich Kombifunkgeräte.

Auge
Eine runde Schlaufe in einer Leine

Ausreiten
Aufrechthalten eines Segelbootes durch Hinauslehnen nach Luv

Backbord / Steuerbord
ist die linke Bootsseite in Fahrtrichtung betrachtet. Der Seemann sagt nicht links oder rechts, da sonst nicht klar wäre, ob die Fahrt- oder Blickrichtung (evtl. nach hinten) gemeint ist. Der Ausdruck stammt noch aus der Zeit als noch ausschließlich mit Pinne gesteuert wurde. Da der Mensch meistens Rechtshänder ist, sitzt er i.d.R. links der Pinne, dieser zugewandt. Er steuerte also mit seiner rechten Hand, der Steuerbordhand. Im Rücken (in Back) hatte er dann die linke Bootsseite, die Backbordseite.

Back
1. Ein Segel steht back, wenn der Wind von der falschen Seite hineinbläst.
2. Tisch, deshalb Backschaft = Küchendienst

Bändsel
Kurzes Tau zum verzurren (festbinden) von Ausrüstung, auch Zeisig genannt

Bake
Schwimmendes Seezeichen (Tonne) auf dem ein Aufbau sichtbar ist, der meist eine Signaleinrichtung (Licht, Glocke, Heulsirene) trägt. Meist auch mit Topzeichen versehen.

RegTP
(Als Zulassungsbehörden ehemals: BAPT, ehem. BZT ehem. ZZF, ehem. FTZ...)
Regulierungsbehörde für Telekommunikation & Post. Erteilt Funkzeugnisse für Binnen- und Seefunk, sowie Frequenzzuteilungen (früher Funkgenehmigung) für die genannten Funkgeräte. Zuständig für:
Seefunkgenehmigung:
RegTP BAPT, Sachsenstr. 12-14, 20097 Hamburg Tel. 040-23655-0
Binnenschiffsfunkgenehmigung
RegTP BAPT, Außenstelle Mülheim Aktienstr. 17, 45473 Mülheim Tel. 0208-4507-0
UKW-Sprechfunkzeugnisse, Betriebszeugnisse u.a. [Weitere Außenstellen siehe unter Bundesnetzagentur]

RCC
Rescue Coordination Center. Rettungs-Coordinations-Centrum. Nationale Dienststelle welche die Leitung des Seenotfalles übernimmt, sowie Such- und Rettungsarbeiten coordiniert. Wird u.a. alarmiert mittels Epirb, Sprechfunk, Inmarsat (Sprache oder Text) via Küstenfunkstelle.

Baum
Alurundprofil am Unterliek (Unterkante) des Großsegels

Beaufort
Maßeinheit zur Bestimmung der Windstärke, ab 7 Bft sollte nicht mehr gesegelt werden.

bekneifen
Die Stellen, an denen sich die Leine innerhalb eines richtig gemachten Knotens berührt. Bei Belastung des Knotens sorgt das bekneifen innerhalb des Knotens dafür, daß sich der Knoten fester zuzieht.

belegen
Festmachen einer Leine an einer Klampe oder Öse.

Besan
Hinterer Mast auf einer Ketch oder Yawl

Beschickung
Wert der zur Berichtigung in die Kursberechnung einbezogen wird. Beschickung für Wind und/oder Strom.

Besteckversetzung
bedeutet nicht den Verkauf des Tafelsilbers, sondern die Differenz zwischen Beobachtetem Ort OB (Wahrem Ort) und dem gegißten Ort (Koppelort) OK.

BSH (früher DHI)
Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie. Ist betraut mit vielfältigen Aufgaben für die Schiffahrt. U.a. für Wetterwarnungen, Schiffsvermessungen, Registrierung, Flaggenzertifikat.
Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie, Bernhard-Nocht-Str. 78, 20359 Hamburg, Tel. 040-3190-0

Bilge
Unterster Teil des Schiffsrumpfes, an dem sich alle ausgelaufenen Flüssigkeiten sammeln. Abgedeckt durch den Schiffsboden. Bilgenpumpe (Lenzpumpe) entleert Flüssigkeit aus der Bilge nach außen oder in den Fäkalientank.

Block
Rolle mit Gehäuse, die Rolle ohne Gehäuse heißt Scheibe

Boje
auf Grund befestigter Schwimmkörper zum Festmachen ODER zur Markierung

Bootshaken
Haken an einer Stange, um bei Manövern weiter an Leine und Poller zu kommen. Nicht zum Abhalten anderer Schiffe beim Anlegen. Keine Teleskophaken verwenden, weil ALLE Schiet. Nur feste Längen kaufen.

Binnenschiffsfunk (ehem. Rheinfunk)
Bereich der Binnenschiffahrtsstraßen. Im Binnenschiffsfunkbereich wird im Verkehrskreis "Schiff-Schiff" nur mit 1W Sendeleistung gesendet. Außerdem sind Binnenschiffsfunkgeräte mit ATIS ausgerüstet.

Beobachteter Ort (OB oder "wahrer Ort")
Schiffsstandort, der aufgrund einer Beobachtung ermittelt wurde. Weitaus genauer als der Koppelort, da er aufgrund von Beobachtung festgestellt wurde, und keine Fehler durch Strom, Wind, Steuerfehler oder sonstige Einflüsse beinhaltet. Die Differenz der beiden Orte (Versatz) wird Besteckversetzung genannt.

Buhne
Aufgeschütteter Leitdamm. Wird meist in Gruppen quer zur Stromrichtung aufgeschüttet um den Fluß künstlich zu verengen. Dadurch wird eine gleichmäßige Fließgeschwindigkeit erreicht. Es soll damit verhindert werden, daß an einzelnen Stellen Geröll mitgenommen und an anderer Stelle wieder abgelagert wird. Achtung: in Buhnenfeldern sind nicht alle Buhnen gekennzeichnet mit Hindernistonnen. Auch sind die Hindernistonnen/-stangen nicht auf dem äußersten Ende der Buhne angebracht, sondern oft bis zu 15m zurückgesetzt. Deshalb Mindestabstand von 15-20m zu den rotweißen/grünweißen Tonnen /Stangen halten.

Bucht
Ein Haarnadelförmiges (U) Gebilde in einer Leine, Ausgangsstadium für viele Knoten

Bug
Vorderende des Bootes

BRZ
Brutto-Raum-Zahl. Maßeinheit für die Verdrängung (Max-Gewicht) eines Schiffes. Wird festgestellt und berechnet durch Vermessung. Alte Bezeichnung BRT (BruttoRegisterTonnen). 1BRZ = etwa 0,6 BRT

CARING
Centre d´Alerte Rhenan et d´ Information Nautiques de Gambsheim Französisches Gegenstück zum
MIB (siehe Erläuterungen dort). Siehe auch ADNR

DECCA
Funknavigationssystem, Genauigkeit tags: 0,5sm; nachts 2sm; In Landnähe schlechter; Dämmerung keine

Choke
Starthilfe für den kalten Außenborder, sofort wieder in Ruhestellung bringen nach Anlaufen des Motors

Cockpit
Vertiefter Aufenthaltsraum für die Mannschaft mit Steuerpult

Bullenstander
Leine die vom Ende des Baumes zu einem Befestigungspunkt auf dem Vorschiff führt. Er soll bei Vormwind-Kursen (achterlicher Wind) ein unbeabsichtigtes Übergehen des Baumes verhindern.

Cunningham-Kausch
Öse am Vorliek des Großsegels die es ermöglicht, das Segel insgesamt flacher zu trimmen.

COSPAS / SARSAT
COSPAS: Cosmicheskaya Systyema Poiska Avariynich Sudov, engl.: "Space system for the detection of vessels in distress". Russisches Satellitensystem zur Auffindung von Schiffen in Seenot. Arbeitet auf der Frequenz 406MHz, und empfängt Signale der neuen Generation von EPIRS der Category I & II. Cospas/Sarsat Satelliten arbeiten auf der Frequenz 121,5MHz und 406MHz. Das analoge Signal von EPIRB´s der 243MHz Epirbs wird nur von Militärs und in manchen Ländern von den Küstenfunkstellen abgehört.
Die von den 406MHZ-EPIRB´s ausgesendeten und über Cospas/Sarsat empfangen Notalarme werden über Bodenempfangsstationen (LUT) an das RCC weitergeleitet. Das RCC wiederum alarmiert über INMARSAT die nächstgelegenen RCC´s und ebenfalls via Flächenruf ALLE Schiffe im betreffenden Seegebiet über Digitalen Selectivruf (DSC).
SARSAT: Amerikanisches Satellitensystem als Gegenstück zu Cospas.: Search and Rescue Satellite aided Tracking

Curryklemme
Klemme zum Belegen von Tauwerk mit zwei beweglichen Backen, zwischen die die Leine gezogen wird; zum Lösen Leine nach oben reißen

Deviation / Ablenkung
Kompaßablenkung, die durch Eisenteile auf dem Schiff hervorgerufen wird. Sie ist nicht zu verhindern, und muß deshalb durch das Erstellen einer Deviationstabelle oder -kurve bei der Navigation in die Berechnung einbezogen werden.

DGPS:
Differential Global Position System (Zusatzmodul zu GPS-Empfänger) ermöglicht, die systembedingte Ungenauigkeit des GPS zu erhöhen. Hierzu müssen Sie sich im Bereich eines DGPS-Senders (landgestützt) befinden, der ein Signal aussendet, das die Genauigkeit des GPS auf ca. 5m - 10m erhöht. Das DGPS-Signal wird inzwischen von verschiedenen Diensteanbietern für unterschiedliche Zwecke und auf unterschiedlichen Frequenzen angeboten, teilweise auch kostenlos. Ferner hat das amerikanische Verteidiungsministerium beschlossen den künstliche Fehler (SA) im Jahre 2000 wieder aufzuheben, so daß dann auch zivilen Nutzern ohne DGPS eine höhere Genauigkeit zur Verfügung steht.

Dirk
Leine, welche den Baum hält

DMYV
Deutscher Motoryachtverband. Dachorganisation aller Motorbootvereine. Ist durch den Verkehrsminister ermächtigt und beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem DSV und den aus beiden Verbänden gebildeten Sportbootführerschein- Koordinierungsausschüssen, Sportbootführerscheinprüfungen durchzuführen und die entsprechenden Führerscheine auszustellen. Weiterhin Mitgliederberatung, Internationaler Bootsschein, Ersatzausfertigungen bei Verlust u.v.m.
Bezahlt in Zusammenarbeit mit dem DSV auch eine pauschale Entschädigung für die Sportschiffahrt an die Schleusenbetreiber, die sich aus den Mitgliederbeitägen trägt.
Adresse:
Deutscher Motoryachtverband e.V., Gründgensstr. 20, 22009 Hamburg Tel. 040-6308011, Fax 040-6322115

Doppelstander
Flagge oder Wimpel mit 2 Spitzen

Döpper
Schwimmer, Boje in Form eines Rombus. Wird meist verwendet um Anker zu kennzeichnen oder "Gelber Döpper" zur Kennzeichnung von Fahrzeugen unter 20m (z.B. Fähren), denen Kleinfahrzeuge auszuweichen haben.

Drempel
Vorsprung (Schwelle) am Obertor einer Schleuse. Wird beim Abschleusen in der Regel sichtbar. Deshalb ist das Abschleusen unbedingt VOR dem Drempel durchzuführen, um nicht auf diesem aufzusitzen. (Markierung = gelber oder weißer Strich an der Schleusenwand).

DSC:
Eine Komponente des GMDSS. Zur DSC Ausrüstung gehört der sogenannte DSC-Controller als Zusatzgerät zum Funkgerät (UKW, KW, und GW), oder mindestens die SOS-Taste bei neueren UKW-Schiffsfunkgeräten. Mittels dieser Taste kann ein automatischer digitaler Notruf mit Schiffskennung, und sofern GPS angeschlossen ist auch mit Position und Uhrzeit ausgesendet werden. Der DSC-Controller, der als Zusatzgerät am Funkgerät angeschlossen wird, ermöglicht über die Funktion der reinen SOS-Taste auch eine Verbindungsaufnahme zur Küstenfunkstelle oder zu anderen Schiffen. Dies ist insbesondere ab 1999 wichtig, da ab diesem Datum die dauernde Hörwache auf Kanal 16 eingestellt wird. Somit ist ein Anruf an eine Küstenfunkstelle oder an ein anderes Schiff ab diesem Datum nur noch für Schiffe mit DSC mindestens (oder mindestens SOS-Taste) sichergestellt. Allgemeine Anrufe zu anderen Schiffen sind dann nur noch mit DSC-Controller sichergestellt.

DSV
Deutscher Seglerverband. Dachorganisation aller Segelvereine. Ist durch den Verkehrsminister ermächtigt und beauftragt in Zusammenarbeit mit dem DMYV und den aus beiden Verbänden gebildeten Sportboot-Führerschein-Koordinierungsausschüssen, Sportbootführerscheinprüfungen durchzuführen und die entsprechenden Führerscheine auszustellen. Weiterhin Mitgliederberatung, Internationaler Bootsschein, Ersatzausfertigungen bei Verlust u.v.m. Adresse:
Deutscher Segler-Verband e.V. Zentrale, Gründgensstr. 20, 22009 Hamburg Tel. 040-632009-0 Fax -28

Dwars querab Bb/Stb
EXAKT in Richtung exakt querab (Backbord oder Steuerbord). Rechtwinklig in 90° zur Fahrtrichtung.

eindampfen
in die Vorspring. Mit fest belegter Leine, die am Vorschiff belegt ist und nach hinten (achterlich) springt, je nach Ruderlage mit eingelegtem Vorwärtsgang an- oder ablegen. Dabei wird das Heck zum bzw. vom Steg gedrückt, ohne daß das Boot Vorausfahrt macht.

einpicken
Den Karabiner des Lifebelts einhaken

Ende
Leine, Tampen, Trosse oder Tau. Nautisch korrekte Ausdrücke für ein Seil

EPIRB:
Leiten einen Seenotruf an eine Rettungsleitstelle (RCC) weiter.
Emercency Position Indicating Radio Beacon. Seenotfunkboje, welche im Notfall Notsignale per Funk aussendet. Aktivierung erfolgt durch Handauslösung oder automatisch durch Wasserkontakt. Die digitale EPIRB-Meldung enthält die Schiffskennung, Positionsdaten, Uhrzeit, Kurs & Geschwindigkeit (243MHz / 406MHz), außerdem wird ein Radarsignal ausgesendet, das Suchschiffen das Auffinden des Havaristen erleichtert. Ein weiteres Signal, das ausgesendet wird auf 121,5MHz (SART) ermöglicht Flugzeugen eine Suche von Schiffen, da 121,5MHz die Notfrequenz für Flugzeuge ist. Zum Bedienen eines EPIRBS ist kein Funkzeugnis erforderlich. Es gibt bei den EPIRB´s verschiedene Systeme mit unterschiedlichen Frequenzen, Empfangsmöglickeiten und Reichweiten:
Allen EPIRB gemeinsam ist das Vorhandensein eines weiteren Sendesignals (121,5MHz) , das im Wesentlichen nur der Auffindung des Havaristen durch SAR-Schiffe dient. (Homing). Daß diese Frequenz auch noch von der Luftfahrt als Notsprechfrequenz verwendet wird, sollte nicht zur Annahme verleiten, daß eine Alarmierung über Flugzeuge von Erfolg gekrönt sei. Diese Frequenz wird von den Flugzeugen nur sporadisch bei Bedarf abgehört.
Generation von Cospas/Sarsat - EPIRBS für umlaufende Cospas/Sarsat Satelliten:

  1. Class A = 243MHz / 121,5MHz Automatische Auslösung. Empfangbar von Flugzeugen und Satelliten. Alarm kann von 2 bis zu maximal 12 Stunden dauern, bis er von umlaufenden Satelliten erfaßt wird. (<250€ ). Die Notmeldung kann im Satelliten nicht gespeichert werden, daher nur empfangbar, wenn Bodenempfangsstation (LUT) des Satelliten im Moment des Empfangs zur Weiterleitung an LUT empfangsbereit ist. (In Europa und Nordamerika ist das gewährleistet, in anderen Gebieten siehe Abdeckungskarte der LUT´s). Alarmierung erfolgt anonym, keine Kennung im EPIRB programmierbar. Position wird durch Satellit (auf 121,5MHz) ermittelt mittels Dopplereffekt.
    Class B = 243MHz. / 121,5MHz Manuelle Auslösung, sonst wie Class A. (<250 €)
    Class C = UKW Kanal 70. Manuelle Auslösung. Arbeitet nur im Bereich einer Küstenfunkstelle. Sofortige Alarmübermittlung zur Küstenfunkstelle. Eingeschränkte Reichweite ca.30sm. Kein Empfang durch Satellit oder Flugzeug.(Nur für USA und bis 1999 zugelassen). (<500€). Z. Zeit kein Lieferant bekannt.

  2. Die neuere Generation der EPIRBs für GMDSS (Cospas/Sarsat) - Satelliten, schnellere und zuverlässigere Weiterleitung der Notmeldug zur Erdfunkstelle:
    Notmeldung wird gespeichert, bis im Umlaufbereich des Satelliten eine Erdfunkstelle (LUT) erscheint. Dann wird die gespeicherte Notmeldung an LUT weitergeleitet. Alarmierung erfolgt nicht anonym, da Kennung für jeden 406MHz Epirp zugeteilt wird und programmiert werden muß. (Registrierung erforderlich wegen Schiffsidentifikation):
    Ortungsgenauigkeit=2-3sm. Alarmierung und Positionsbestimmung durch Dopplereffekt durchschnittlich 1-2 Stunden:
    Category I = 406 / 121,5MHz, Vollautomatische Auslösung, (>1000€),
    Category II = 406 / 121,5MHz, Manuelle / Automatische Auslösung, (>600€)
    Ortungsgenauigkeit mittels Dopplereffekt = ca. 1-5km.
    Positionsbestimmung durch eingebauten GPS nur durch zusätzliche Maßnahmen möglich, mittels Extra-Schnittstelle oder eingebautem GPS. In der Regel nicht vorhanden und nicht sinnvoll, da zu teuer. Dann besser gleich zur nächsten (Königs)-Klasse:

  3. Inmarsat-E Dienst wird eingestellt zum 1.12.2005 wegen Unrentabilität.
    INMARSAT-E
    - Epirb = 1,6GHz in Verbindung mit geostationären INMARSAT-Satelliten (ca 3500-5000€ ). Alarmierung und Positionsbestimmung durch eingebauten GPS innert weniger Sekunden, arbeiten unabhängig von den Cospas/Sarsat Satelliten. Positionsangabe mit höchster Genauigkeit.
    Der Knüller: Position des Havaristen (Epirb) kann mittels Positionsabfrage durch SAR-Fahrzeuge erfolgen. Dadurch erhalten Rettungsfahrzeuge ohne Sucharbeit die aktuelle Position des Havaristen, selbst wenn dieser bereits in der Rettungsinsel sitzt.
    Inmarsat-System nördlich und südlich des 70. Breitengrades nicht mehr nutzbar. Dort muß auf 406MHz-Epirps zurückgegriffen werden. (Category I oder II)

Etmal
Tagesetappe eines Schiffes

Faden
Engl. Längenmaß: 1 Faden = 6 Fuß = 1,829 m

Fall (Mz.: Fallen)
Fallen dienen zum Heißen der Segel, aber auch dem Aufholen von Ruderblatt und Schwert auf Jollen.

Fahne
Die Fahne gibt es jeweils nur einmal. Sie wird z.B. bei Prozessionen vorangetragen und trägt außer dem betreffenden Symbol meist noch Fransen, sie hängt senkrecht an einer Fahnenstange, welche wiederum baumelnd an einem Fahnenmast hängt. Die Fahne gibt es nur einmal, beim jeweiligen Eigentümer. Geht Sie verloren, dann kann man sich eine neue machen lassen, aber man hat dann eine andere Fahne. Weiterhin wird Sie auch nach längeren Trinkgelagen von manchen Zechern vor sich hergetragen, auch dann hat jeder seine eigene (einzige) Fahne. Nach dem nächsten Trinkgelage hat er wieder eine andere Fahne.
Im Gegensatz zur Flagge. Wenn Sie eine Flagge ersetzten, haben Sie nach dem Erwerb immer noch die gleiche Flagge, wenn auch nicht dieselbe. Alles klar?

Faksimile /neudeutsch=Fax
originalgetreue Wiedergabe einer Vorlage. Wurde in den dreißiger Jahren schon von der Fa. Siemens erfunden. Später wurde das Patent nach Japan verkauft, wo es durch anschließende weltweite Normung den Siegeszug um den Erdball antrat.
Hier: Faksimile Ausstrahlung des Deutschen Wetterdienstes über den Wettersender Offenbach & Pinneberg auf KW in Form von Wettervorhersagekarten. (1 bis 8-tägige Vorhersagen, Eiskarten, Analysen, Seegangsvorhersagen). Nicht empfangbar mit reinen Navtexgeräten. Hierfür sind Zusatzgeräte notwendig, oder Navtex mit integrierten Faksimile-Geräten.

Fender
Kissen die außenbords angebracht werden, um Schäden bei Manövern zu verhindern. Sollten während der Fahrt wieder entfernt werden, (unseemännisch).

Festmacher
Leine zum befestigen des Bootes an seinem Liegeplatz

fieren
Mitführen / nachlassen der Leine, z.B. beim Abschleusen

Flagge
Sie kennzeichnet eine Organisation oder ein Land. Jeder Skipper sollte eine Flagge an seinem Boot führen. er kann mehrere Flaggen besitzen für unterschiedliche Anwendungen, im Gegensatz zur Fahne, die gibt es nur einmal. Die Flagge wird gezeigt, gedippt, geführt, gehißt aber nicht getragen wie die Fahne. Zerschlissene Flaggen gelten als unseemännisch und keinesfalls als Kennzeichen für einen weitgereisten Seemann, eher sprechen sie für dessen Unwissenheit. Sie sind rechtzeitig gegen neue zu ersetzen.

Flaggenzertifikat
wird ausgestellt vom BSH (siehe auch unter "Download/Praxis")
Amtliches Kennzeichen, auch Schiffsausweis, der als amtl. Eigentumsnachweis (auch im Ausland ) anerkannt ist. Er gilt auch als anerkannter Ausweis dafür, daß die MWSt bezahlt ist.
Das Flaggenzertifikat berechtigt den Schiffsinhaber (sofern er Deutscher ist, und nur dann) die deutsche Flagge zu führen. Auf Seeschiffahrtstraßen muß die Nationalflagge geführt werden und zeigt damit die Staatsangehörigkeit des Schiffseigners. Diese kann sich durchaus unterscheiden vom Land, in dem das Schiff angemeldet ist, oder wo es seinen Heimathafen hat.
Es werden zur Beantragung zahlreiche Unterlagen (Originale oder beglaubigte Kopien) benötigt. Das Flaggenzertifikatsregister ist ausschließlich für Sportboote. Dafür erhält man eine Art der Registrierung für eine Yacht, die "wasserdicht" ist. Im Gegensatz zu den Schuhkartonausweisen der Wasser- und Schiffahrtsbehörden. Wählen Sie das Flaggenzertifikat als Registrierung für Ihr Boot, dann trägt Ihr Boot als Kennzeichen die Registriernummer mit einem nachfolgenden "F" ( 01204 F), sofern Sie keine weitere Registrierung vorgenommen haben. Die französischen Behörden verlangen bei Einreise über den Wasserweg grundsätzlich das Flaggenzertifikat; bei Nichtvorhandensein werden saftige Strafen verlangt. (Ausnahme: Schiffe welche bauartbedingt nicht schneller als 20km/h fahren können, solange sie nur Binnenwasserstraßen in Frankreich befahren).
Desweiteren sind Sie als "Seeschiff" von der "Eintragungpflicht für Binnenschiffe über 10t in das Binnenschiffsregister Mannheim" befreit.

Fock
Vorsegel, das zur Grundausstattung einer Segelyacht gehört. Die Genua ist das nächst größere Vorsegel. Sturmfock kleinstes Vorsegel

Gaffel
Viereckiges Segel mit 2. Baum (Gaffel) am Oberliek des Segels. Das Gaffel wird mittels einer Gabel (Klau) am Mast drehbar angebracht.

Gegißter Ort oder auch Koppelort OK
Schiffsort, der lediglich durch gefahrenen Kurs in der entsprechenden Zeit festgestellt wurde. Er ist der ungenaueste Schiffsort, der Fehler wie Abdrift durch Wind oder Strom, Schlechte Ruderführung, Kompaßfehler und Ablenkung (Deviation) beinhalten kann. Der gute Skipper bemüht sich ständig um einen wahren Schiffsstandort (beobachteter Ort OB) z.B. durch Peilung von sichtbaren Objekten. Die Differenz der beiden Orte (Versatz) wird Besteckversetzung genannt. Der GPS darf uns in dieser Arbeit nur unterstützen, er kann und darf sie nicht ersetzen.

Genua
Großes Vorsegel, das bei leichtem Wind benutzt wird

Geschlagenes Tau
gedrehtes Tauwerk. Läßt sich einfach spleißen, Nachteil: verklemmt sich leicht beim Fieren über Klampen, bedingt durch die unregelmäßige Oberfläche. Speziel zum Abschleusen besser geflochtenes Tauwerk (ggf. mit Ummantelung) verwenden.

GLONASS (Global Navigation Satellite System)
Russisches Gegenstück zum amerikanischen GPS-System. Es besteht ebenfalls aus 24 Satelliten in 19km Höhe. Auch die mögliche Genauigkeit entspricht etwa der des GPS.

GlW
Gleichlautender Wasserstand. Bezugspunkt der Pegelmessung im Binnenbereich, ab dem der Pegel gemessen wird.
Der Wasserstand, der in den letzten Jahren als niedrigster Wasserstand durchschnittlich festgestellt wurde. Er wird amtlich bekannt gemacht.

GMDSS:
Global Maritim Distress and Savety Ssystem. (Weltweites maritimes Such- und Rettungssystem)
Ziel von GMDSS ist es, ein Not- und Sicherheits-Kommunikationsystem weltweit bereitzustellen, Innerhalb dieses System werden MSI (Maritime Safety Information) verbreitet. Das sind Wetter-, Navigations-, Sturm-, Not-, Dringlichkeits- meldungen. Ausrüstungspflicht für seegehende Schiffe über 300 BRZ je nach Fahrtgebiet, wird ab 1.2.1999 für diese Schiffe zwingend eingeführt. Hierzu gehören Funkausrüstung für UKW, KW und Grenzwelle, Wetterfunkgeräte (NAVTEX, RTTY, SITOR), DSC-Controller, Satellitenabstützung.
Bei Funkgeräten mit DSC wird der Ruf zu einer Gesprächsverbindung nicht mehr im offenen Sprachanrufverfahren
(z.B."Adler ruft Seemöwe, bitte kommen") ausgeführt, sondern mittels eines digital ausgesendeten Datensatzes, der die Nummer des "gerufenen", oder die Kennung "an Alle" enthält. Weiterhin können in diesem Datensatz Angaben über die Schiffsidentifikation, Art eines Notfalles, Position und Uhrzeit enthalten sein. Ab 1999 sind alle ausrüstungspflichtigen Schiffe nicht mehr verpflichtet, ständig den Kanal 16 abzuhören, der derzeit noch bedingt allgemeiner "Anruf- und Notkanal" ist.
Zum Bedienen von solchen Funkeinrichtungen (mit DSC) des GMDSS ist mindestens das "Short-Range-Certifikat SRC", oder das "UKW-Betriebszeugnis für Funker I oder II" erforderlich. Sportbooten wird empfohlen, sich ab obigem Datum mit Komponenten des GMDSS auszurüsten.

GPS:
Global Position System. Amerikanisches Satellitensystem mit 24 umlaufenden (NAVSTAR)-Satelliten in 20km Höhe. Es ermöglicht, Positionsdaten sowie Uhrzeit und Geschwindigkeit fortlaufend zu erhalten. GPS ist eine Unterstützung für den verantwortungsbewußten Skipper, jedoch niemals ein Ersatz für die Klassische Navigation mittels Karte , Dreieck und Zirkel. Zivilen Nutzern steht nur der SPS-Code zur Verfügung, der eine Genauigkeit zwischen 30-100m zuläßt. Eine höhere Genauigkeit ermöglicht der PPS-Code, der jedoch nur für militärische Zwecke zur Verfügung steht. Die Genauigkeit kann jedoch mittels DGPS erhöht werden. Ferner hat das amerikanische Verteidiungsministerium beschlossen den künstliche Fehler (SA) im Jahre 2000 wieder aufzuheben, so daß dann auch zivilen Nutzern ohne DGPS eine höhere Genauigkeit zur Verfügung steht.Gegenstück zu GPS ist das russische GLONASS-System. Achten Sie darauf, daß Ihr GPS auf das Richtige MAP-(Karten)Datum eingestellt ist. WGS84.

Großsegel / Großschot
Hauptsegel einer Yacht, das am Mast gefahren wird, wird getrimmt mittels der Großschot

Hahnepot
Kurze Leine, die an beiden Enden an einer Last angreift, um die Kraft zu verteilen.

Hals
Untere vorliche Ecke mit Verstärkung (Stoßlappen) des Segels, siehe auch Kopf & Schothorn

Halse (halsen)
Wechsel der Windseite vor dem Wind; also das "Mit-dem-Heck-durch-den-Wind-drehen".

Indexfehler
Der durch Temperaturschwankung und mechanische Einflüsse am Sextanten unvermeidliche Fehler. Er wir als Indexberichtigung (ID) in der Winkelmessung berücksichtigt. Neujustierung des Sextanten erst nach Indexfehler ca. >5´.

Isobaren (gemessen in hekto Paskal=hPa)
Linien gleichen Luftdrucks auf Wetterkarten. Entsprechend Höhenlinien auf Wanderkarten bzw. Tiefenlinien auf Seekarten, Linien gleicher Höhe oder Tiefe sind.

Inmarsat
System von 4 geostationären Satelliten, welche in 20000km Höhe für Kommunikation und Alarmierung im GMDSS zur Verfügung stehen. Stationiert über dem Äquator.
Inmarsat A: Analoges System für Telefonie, Fax, und Datenübertragung (Große schwere Nachführantenne, 25.000€, 220V erforderlich, teuer und schwer)
Inmarsat B: neueres digitales System für Telefonie, Fax, und Datenübertragung, sonst wie Inmarsat A.
Inmarsat C: Digitales System zur Datenübertragung. (leicht zu bedienendes Textsystem, (ähnlich Laptop mit Text- verarbeitung), keine Telefonie möglich, dafür kleine Antenne die nicht nachgeführt werden muß. 12Volt, relativ preiswert
Inmarsat E: System zur Alarmierung und Ortung von Havaristen im Rahmen von GMDSS mittels EPIRB
Inmarsat M: Mobiles System für alle Kommunikationsarten. (Tragbarer Koffer mit extern aufzustellender Antenne.
Paßt in einen PKW-Kofferraum
Inmarsat Mini-M: Mobiles System für alle Kommunikationsarten in Laptop-Größe mit Hörer (Aktentaschengröße)

Jacht
Weitere mögliche zugelassene Schreibweise von "Yacht"

Jolle
offenes flachgehendes Segelboot. Schwert kann hochgenommen werden und wirkt der seitlichen Abdrift entgegen. Da Jollen relativ leicht kentern können, gehören sie nicht auf See; ausgenommen Regattaveranstaltungen, die entspr. gesichert sind..

Jabobsstab
Der Jakobsstab (baculus jacob) ist ein einfaches trigonometrisches Gerät zur Winkelmessung zwischen zwei Punkten, also auch zwei Gestirnen oder Horizont und Gestirn. Auf einem ca. 70 cm langen hölzernen Hauptstab sind ein oder bis zu vier verschiebbare senkrecht stehende Querstäbe oder rechteckige Platten angebracht. Der Navigator hält den Stab in Augenhöhe und verschiebt ein Querstück so lange bis der angepeilte Stern und Horizont von beiden Enden bedeckt wird. Auf einer Einteilung des Hauptstabes liest er den Stand des Querstücks ab. Die halbe Länge des Querstabes dividiert durch den abgelesenen Wert ergibt den Tangens des halben gesuchten Winkels. Später versah man den Hauptstab mit einer bzw. bis zu vier Teilung, an der man den Winkel direkt ablesen konnte

Kammklemme
Eine Klemme, bei der das Tauwerk zwischen den geriffelten Seitenteilen gehalten wird.

Kielschwein
Schwerer, genau geformter Holzbalken an der tiefsten Stelle des Rumpfes bei Holzschiffen. Auf dem Kielschwein ruht der ganze übrige Aufbau des Schiffes.

Kiel
Hauptlängsträger des Bootes, auch feste Flosse mit Ballast unter dem Segelboot

killen
Das Flattern des Segels im Wind. Gekillt (beschädigt) wird dabei auf Dauer das Segel.

Klampe / Poller
dienen zum Belegen von Tauwerk

Kopf
oberes Eck des Segels mit Verstärkung (Kopfbrett), siehe auch Hals & Schothorn

Kopfschlag
Das Beenden des Belegens einer Klampe, so daß sich das lose Ende der Leine nicht wieder abwickeln kann.

Krängung
Schräglage durch Wind

Kreuzknoten
Knoten zum Verbinden zweier gleicher Enden

Kuchenbude
Verdecksaufbau über dem Cockpit einer Segelyacht. Sorgt in nördlichen Gefilden in der kalten Jahreszeit für Nutzung des Cockpit für Wohnzwecke während der Liegezeit.

Kardeele
Bei der Herstellung von geschlagenem (gedrehtem) Tauwerk, werden Fasern zu Garnen gesponnen, die Garne zu Kardeelen gedreht (verdrillt) und die Kardeele zu Enden geschlagen. Meist 3 schäftig, d.h. drei Kardeele

Kabeltonnen
Tonnen, die zur Kennzeichnung von Seekabeln ausgelegt sind.

Karweel
Die Kanten karweeler Planken stoßen so gegeneinander, daß die Außenhaut eine glatte Fläche ergibt.Gegenteil ist Klinkerbauweise.

Kavitation
Ansaugen von Luft an die Schraube, insbesondere bei enger Kurvenfahrt. Führt zu Leistungsverlust und kann zu Schraubenschaden und sogar Motorschaden führen. Wird bei Außenbordern und Z-Antrieben durch die Kavitationsplatte verhindert. Diese ist jedoch nur dann wirksam, wenn Antrieb nicht zu hoch montiert wurde.
Kavitation [lat.], Hohlraumbildung, insbesondere in einer Flüssigkeit. In einer schnellen Flüssigkeitsströmung oder bei Ultraschallschwingungen kann der statische Druck unter den Dampfdruck sinken, so da8 sich Dampfblasen bilden, die bei Druckanstieg plötzlich zusammenfallen. Beim Zusammenfall auftretende kräftige Stöße sind für viele Schäden an Schiffsschrauben u. in Wasserturbinen verantwortlich.

Ketch
Segelyacht mit zweitem kleinerem Mast, der achterlich innerhalb der Konstruktionswasserlinie steht. Gegenteil Yawl

Kinken
Beim Aufschießen von Leinen entstandene unerwünschte Verdrehungen (8). Sollten für eine saubere Handhabung der Leinen vermieden werden. (S.a. Wuling)

Klinker
Die Kanten geklinkerter Planken sind schuppenartig übereinander gelegt, daß die Außenhaut keine glatte Fläche ergibt, sondern die Planken sich schuppenartig überlappen. Gegenteil ist Karweel

Laufleine
auch Strecktau. Über die ganze Länge des Schiffes gespannte Leine oder Gurt auf dem Schiffsdeck. Sie dient dazu, die Sorgleine (Lifebelt) einzupicken, so daß man sich trotz Sicherung ungehindert an Bord bewegen kann. Nicht am Relingsdraht einpicken.

Lee
Die dem Wind abgekehrte Seite (Merkhilfe=leere). Gegenteil Luv

Legerwall
Gefahr des Aufgrundlaufens bei auflandigem Wind durch hohe Wellen, besonders in flachem Uferwasser.

Leitwerk
Unterwasserbauwerk, das dem Strom eine bestimmte Richtung / Strömung geben soll.

Lenzpumpe
Wasserpumpe die Wasser aus dem Bootsrumpf (Bilge) entfernen soll.

Liek
Kante des Segels; Vorliek (Mastliek) = vordere Kante, Achterliek = hintere Kante, Unterliek = untere Kante.

Lifebelt
Gurtgeschirr, mit dem sich die Crewmitglieder auf einer Yacht gegen Überbordfallen sichern. In modernen Rettungswesten integriert. Mittels der Sorgleine / wird die Verbindung zum Schiff zur Laufleine / Strecktau hergestellt.

Lloyds Open Form
In der Seeschiffahrt übliche mündliche und rechlich verbindliche Art der Bergelohnvereinbarung. Die Vereinbarung wird getroffen durch einfachen Zuruf. Wenn eine Bergung notwendig wird, informieren Sie zunächst Ihre Versicherung. Ist dies nicht möglich, handeln sie mit dem Berger keinen festen Bergelohn aus, sondern vereinbaren Sie den international gültigen Vertrag "Lloyds Open Form". Diese offene Vertragsform gilt auf der Basis "no cure - no pay", das heißt, kein Erfolg - keine Bezahlung und kann auch durch einfachen Zuruf vereinbart werden. Der Vertrag kommt mit Beginn der Bergung zustande. Dabei ist es unerheblich, wessen Schleppleine zum Einsatz kommt. Ein evtl. fälliger Bergelohn wird im Anschluss verhandelt. Überlassen Sie diese Verhandlungen aber besser Ihrer Versicherungen und befolgen Sie deren Anweisungen.

Log
Schiffs - Geschwindigkeitsmesser. Mißt die "Fahrt (Geschwindigkeit) durchs Wasser". Bei strömenden Gewässern muß also noch die Strömungsgeschwindigkeit hinzugezählt / abgezogen werden, um die "Fahrt über Grund" (Fahrt zum Ufer) zu berechnen. GPS - Geräte zeigen direkt die "Fahrt über Grund".

Logbuch
Tagebuch eines Schiffes, dient als Dokument bei Schadensfällen und als Erinnerungsstück.

Lot
Tiefenmesser, zeigt meist die Tiefe unter Geber.

Luv
Die dem Wind zugekehrte Seite (Merkhilfe=full). Gegenteil Lee

LUT
Local-User-Terminal. Erdempfangsstelle für Cospas/Sarsat-Satelliten

Lümmel
Verbindung zwischen Mast und Baum eines Segelbootes. Lümmelbeschlag am Baum, Lümmellager am Mast.

MAP-Datum (WGS84):
Dies hat nichts zu tun mit dem normalen Datum, sondern ist die Grundlage des Systems nach dem (See)Karten künftig erstellt werden. Karten haben bei deren Erstellung immer ein Bezugssystem. Da verschiedene Länder in der Vergangenheit viele verschiedene Bezugssysteme verwendet haben, gibt es auch viele verschiedene MAP-Daten (Mz. von Datum). Das beim GPS-System zugrunde gelegte Map-Datum ist das World Geodetic System Date 1984 (WGS84).
In Deutschland wird häufig bei Seekarten noch das "European Datum ED50" verwendet. Sollte Ihrer Seekarte ein anderes als das WGS84-Datum zugrunde liegen, so müssen Sie dieses an Ihrem GPS-Gerät einstellen. Andernfalls erhalten Sie einen falschen Standort. Bei Eingabe eines anderen Map-Datums berechnet das GPS-Gerät die Position entsprechend dem eingegebenen Datum-Format. Ist das Kartenformat (MAP-Datum) nicht bekannt, geben Sie WGS84 ein.
(Unterschied zwischen "European Datum" und "WGS84" ist ca. 120m)
Laut Information des DHI sollen ab 1999 sämtliche Deutschen Seekarten allmählich auf das WGS-84-Datum umgestellt werden. Achten Sie deshalb auf die Legende Ihrer Seekarte:
Bezugsystem: Alt= "Europäisches Bezugssystem 50", ab 1999 "WGS84" und stellen Sie Ihren GPS entsprechend ein.

Marlspieker
Starker metallener Dorn zum Spleißen von Tauwerk, auch mit Hohlkehle.

Meridian:
Längengrad der vom Nordpol über den Äquator zum Südpol führt. Der Nullmeridian führt durch die Sternwarte Greenwich (GB). Die weiteren Meridiane werden in östlicher und westlicher Richtung jeweils bis 180° gerechnet. Dort wo der 180. Längengrad OST und WEST zusammentrifft, ist die Datumsgrenze. An diesem Punkt können Sie am Dienstag in den Montag zurückgehen.

MIB
Melde- und Informationssystem in der Binnenschiffahrt: Die Revierzentralen erfassen im MIB die Transportdaten der Schiffe beim Beginn einer Reise und aktualöisieren diese Daten während der Reise. Bei Schiffsunfällen geben die Revierzentralen die Daten an die Rettungdienste und die für die Gefahrabwehr zuständigen Stellen weiter. Dadurch können diese schnell handeln und dem Schutz der Schiffsbesatzungen, der Bevölkerung und der Umwelt bestmöglich dienen. Französisches Gegenstück= CARING.
Die hierzu gültige Vorschrift lautet ADNR

NAVTEX
Ein Funksystem (518kHz), mit dessen Hilfe Sie im Umkreis von ca. 300sm des Senders an den weltweiten Küstengewässern Wetterwarnmeldungen, Nautische Warnmeldungen u.ä. für das jeweilige betreffende Seegebiet in Klartext (grundsätzlich englisch, nur selten auch in der Landessprache, wie in Spanien, Griechenland und Italien) empfangen können. Navtex ist eine Morsetextsystem, das vom Empfänger decodiert wird. Textausgabe erfolgt auf Display oder (besser) eingebautem Drucker. Durch Einführung des GMDSS wird die Bedeutung des NAVTEX weltweit zunehmen, da auf den Sprechfunkkanälen in den kommenden Jahren immer weniger Wettermeldungen durchgegeben werden. Grund: ab 1999 wird Navtex zur Pflichtausrüstung für alle See- und Küstenschiffe über 300 Tonnen. Navtex liefert jedoch nur minimalste Wetterinformationen, und auch das ausschließlich in englisch.
Deutschland unterhält keinen eigenen NAVTEX-Sender, in deutschen Küstengewässern ist der holländische (P) oder schwedische (J) Sender einzustellen.
Bitte Beachten: Über Navtex werden nur Wetterwarnungen und Notmeldungen (sogenannte Maritime Sicherheitsin- formationen MSI) verbreitet. Regelmäßige Wettervorhersagen des DWD und des Seewetteramt Hamburg können mit reinen Navtex-Empfängern nicht empfangen werden.
Hierzu sind spezielle KW-Empfänger erforderlich, wie sie z.B. die FirmaFASTNET-Radio in Hamburg anbietet. Für ausführliche Wettermeldungen (auch in deutsch) und Wetterfaxkarten , unterhalten alle Länder hierzu Wettersender, welche ständig aktuelle Wetterdaten und Vorhersagen in der jeweiligen Landessprache, sowie Vorhersagekarten senden. Diese Meldungen nennt man RTTY , CW und SITOR-Meldungen.

Navi (-ecke)
Navigationsplatz in der Nähe des Niederganges, keine Ablage für Butterbrote o.ä. Position des Elektro-Schaltbrettes.

NIF
Nauitischer Informations Funk: Verkehrskreis im Binnenfunk. Hierzu gehört die Revierzentrale, welche den Verkehr koordiniert, Meldungen über Fracht und Gefahrgut der Berufsschiffahrt entgegen nimmt, Wasserstandsmeldungen und Meldungen über besondere Gefahrstellen 2x täglich auf dem UKW-Kanal der NIF (Z.B. Rhein: Kanal 20+22) bekannt gibt, sowie Notmeldungen und sonstige Meldungen entgegen nimmt. Die Berufsschiffahrt ist verpflichtet, ein 2. Funkgerät eingeschaltet zu haben, um ständig alle Meldungen und Durchsagen der NIF entgegen nehmen zu können. Der Sportschifffahrt wird empfohlen, zu den festen Zeiten der Durchsagen auf diese Kanäle zu schalten, um über besondere Gefahrstellen auch informiert zu werden.

Niedergang
Treppe oder Leiter in die Kajüte

no cure - no pay
siehe Lloyds Open Form

Nock
Das Ende einer Spiere, z.B. des Baumes (bei der Gaffel: Piek)

Mole
Schutzmauer um einen Hafen vor Seegang zu schützen

Mooring
Ankerleine, auf Grund eines Hafens zum Festmachen, wird mit Hilfsleine an die Pier geführt zum Aufholen, oder von einer Boje gehalten. Im Deutschen auch Muring (Mooring) genannt.

Mittagsbesteck
Nichts zum Essen. Das Messen der Sonnenhöhe zur Zeit des Schiffsmittags. Das ist also der Zeitpunkt, an dem die Sonne am Schiffsstandort am höchsten steht. Dies kann einfach aufgrund des gegißten Ortes festgestellt werden, oder durch Beobachtung mit dem Sextant. Mit dieser Messung kann dann der genaue Breitengrad der Position festgestellt werden. Die Messung des Längengrades erfordert noch 2 weitere Messungen vor und nach der Schiffs-Mittagszeit. Das Mittagsbesteck ist die einfachste und gebräuchlichste Art der astronomischen Navigation.

Navigation
ist, wenn man trotzdem ankommt. Nein im Ernst, Navigation ist das ständige Bemühen, den bekannten ungefähren Standort ständig zu aktualisieren. D.h. jede Möglichkeit zu nutzen, um z.B. eine Peilung vorzunehmen, genauen Kurs zu halten, gleichmäßige Geschwindigkeit zu fahren, Änderungen von Kurs und Geschwindigkeit zu notieren bzw. in die Seekarte einzutragen.

Ösfaß
Flaches Schöpfgefäß zum Wasserschöpfen (z.B. aus der Bilge)

ORKA
Navigationsprogramm der Firma Dantronik, mit dessen Hilfe die "amtl. Seekarten des BSH" herstellerunabhängig auf dem Laptop dargestellt werden können.
Anschluß eines GPS an den Laptop möglich um mit zu koppeln. (Hierzu sie unter TIPS "ORKA")

Paddel
Gerät aus Holz oder Alu/Kunststoff zum Fortbewegen eines Bootes bei Flaute oder defektem Motor. Macht schlank.

Palstek
Knoten, der sehr zuverlässig ein Auge, das sich nicht zuzieht, bildet.

Pantry
Kochgelegenheit, Küche wäre größer

Pegel
Messlatte, anhand derer der Wasserstand über einem bestimmten Bezugspunkt gemessen wird
Seebereich: Wasserstand über Kartennull.
Binnenbereich: Wasserstand über dem "niedrigsten Jahresdurchnittswasserstand der letzten Jahre".

Persenning
Abdeckplane für das Boot

Pinne
Hebel zum Bedienen des Ruders. In NL = Großer Erdnagel zum Festmachen an Wiesen

Pütting
Öse an Deck für hohe Belastung geeignet. Mit durchgehender Verbindung zwischen Rumpf und Deck geeignet den Zug der Wanten aufzunehmen

Pier
Anlegestelle

Planke
Schiffsdiele, Brett des Schiffsrumpfes

raumen
der Wind dreht weiter nach achtern. Gegenteil: schralen

Ruder / -blatt
Steuer eines Bootes, nicht das Ding zum "Rudern", das ist bei Seeleuten ein Riemen und diese Art des Fortbewegens heißt pullen. Ruderblatt = Unterwasserteil des Ruders.

Rumpf
Der Körper des Bootes

Rund achtern
Ruderkommando beim Halsen

Saling
Spreize am Mast welche die Wanten vom Mast abspreizt. Hier sind auch die Flaggleinen befestigt.

Salon
Aufenthaltsraum mit großem Tisch in der Mitte des Schiffes

Strecktau
Längs des Decks gespanntes Tau oder Band, zum Festhalten oder einpicken des Lifebelts

stützen
die Drehung des Bootes durch Gegenruder beenden

RTTY (Radio Telex Type)
(Codierungsverfahren). Verwendung bei Wettermeldungen der jeweiligen staatlichen Wetterämter in Form von Telegrafiezeichen auf Kurzwelle. Die Meldungen werden von speziellen Empfängern empfangen, welche die Morsecodes in Klartext umwandeln und ausdrucken in der jeweiligen Landesprache. Für Deutschland zuständig: "Deutscher Wetterdienst Sender Offenbach", weltweit empfangbar. Die RTTY-Technik ist inzwischen etwas veraltet und verliert deshalb immer mehr an Bedeutung, da sie abgelöst wird durch die neuere SITOR-Technik. Weitere Codierungsformen sind Morsecodes, welche CW-Aussendungen genannt werden.

Q-Wende
Wendemanöver bei achterlichem Wind, anstelle einer Halse. Anstatt mit dem Heck durch den Wind zu gehen, wird zuerst angeluvt, dann die Wende durchgefürht und danach wieder abgefallen. Benannt nach dem charakteristischen Q den das Kielwasser dabei bildet.

RACON
RAdarCONsole, Radarsender auf einer Tonne oder Leuchtturm, der in kurzen Abständen ein Radarsignal von sich gibt. Es dient der Schiffahrt der Identifikation der Tonne oder des Leuchturms, ähnlich der Kennung einer Tonne. Das Signal ist auf dem Radarschirm als Strich erkennbar. Siehe auch Radartransponder (wird nur aktiv, beim Auftreffen eines Radarsignales.

Priel
Rinnsal das bei Niedrigwasser in Wattgebieten nur noch wenig Wasser führt.

Reff -kausch
reffen = das verkleinern der Segelfläche. Reffkausch = Ösen am Vorliek und Achterliek, um das Segel beim Reffen dort einzupicken. Die überschüssige Segelfläche wird mit den Reffbändseln eingebunden.

Rigg
Der Mast mit dem gesamten stehenden und laufenden Gut auf einer Segelyacht. Früher auch Takelage genannt.

Ringwaden
ringförmiges Fischereinetz

SAR
Search and Rescue = Suche und Rettung

SART
Search And Rescue Radar Transponder. Such und Rettungssender. Sendet bei eintreffen eines Radarsignals ein analoges Funksignal (9MHz), und ermöglicht suchenden Schiffen die Position des Havaristen mittels Radar zu finden, indem auf dem Radarbildschirm der Suchschiffe Striche auf die Position des Havaristen hinweisen. Reichweite 2-10sm, je nachdem, ob der SART im Wasser schwimmt, oder von Hand mittels Teleskopgriff hochgehalten wird.

Schothorn
untere achterliche Ecke des Segels, an ihr wird die Schot angeschlagen; siehe auch Hals & Kopf

Schot (Mz.: Schoten)
Leinen, mit deren Hilfe die Stellung der Segel zum Wind reguliert wird. Großschot am Großsegel, Vorschot am Vorsegel (Fock) usw.

schralen
der Wind dreht weiter nach vorne. Gegenteil raumen

Schwalbennest
Bord über der Koje, die einzige Gelegenheit Kleinkram griffbereit zu verstauen

Schwert
Bewegliche Platte unter dem Boot, um das Seitliche versetzen des Bootes zu vermindern.

Schotstek
Knoten zum Verbinden zweier ungleicher Enden

Schott
Querwand im Schiff

Seefunk:
Bereich der Seeschiffahrtsstraßenordnung (und hohe See). Im Seefunkbereich gibt es im Verkehrskreis "Schiff-Schiff" keine Zwangsreduzierung der Sendeleistung. Auf allen Kanälen (außer 15 & 17) wird mit 25W gesendet. Sie müssen sich schon beim Kauf eines Funkgerätes entschließen, ob Sie ein "Seefunkgerät", oder ein Binnen-"Schiffsfunkgerät" erwerben wollen.

Seeventil
Absperrventil in allen Wasserleitungen des Schiffes, ist geschlossen, wenn der Hebel quer zum Schlauch steht.
1. Kühlwassereinlaß des Motors
2. Toillette zu- und Ablauf
3. Ablauf des Waschbeckens
4. Weitere Seeventile müssen gesucht werden. Überprüfen, z.B. ob Dusche etc. vorhanden.

Seewetterberichte
Zeiten und Frequenzen sie unter "Download/Praxis"

Segellatte
Latte aus Holz oder Kunststoff, die das Achterliek versteift

Selftailer
Gezahnter Aufsatz auf selbstholenden Winschen, welcher die Schot sowohl zieht als auch belegt

Schandeck(el)
Die äußeren Planken des Schiffsdecks. Sie bilden den oberen Abschluß des Schiffsrumpfes.

Schapp
Schrank oder Fach auf einem Boot, immer zu klein.

Schäkel
Metallbügel, um Leinen und Blöcke lösbar zu verbinden

Scherstift
Mechanische Verbindung zwischen Propellerwelle und Schraube. Er bildet bei Grundberührung eine Sollbruchstelle. Heute nur noch bei kleinen Außenbordern üblich. Sonst Rutschkupplung mittels Gummilager.

Schiff-Schiff Verkehrskreis:
Gruppe von UKW-Sprechfunkkanälen, die reserviert sind für Sprechfunkverkehr von Schiffen untereinander. Im Binnenschiffsfunkbereich darf in diesem Verkehrskreis nur mit 1W Sendeleistung gesendet werden. Bei Binnen-Schiffsfunkstellen ist die automatische Zwangsreduzierung auf den entsprechenden Kanälen implementiert. Seefunkstellen dürfen u.a. auch deshalb am Binnenschiffsfunk nicht teilnehmen, nur Kombigeräte (Binnen & Seefunk in einem Gerät, umschaltbar). Binnen-Schiffsfunkstellen dürfen jedoch sehr wohl am Seefunk teilnehmen.

DP07
Erläuterungen & Info hierzu unter NEU
Diensteanbieter, der im deutschen Küstenfunkbereich die Aufgaben von Norddeichradio übernimmt, insbesondere um Dienstleistungen wie telefonieren über unser Schiffsfunkgerät zu ermöglichen, sowie weiterhin unseren gewohnten Wetterbericht 2x täglich zu verbreiten. Neu ist auch der Dienst "Seewetter per Handy" dazugekommen.

schwojen
das verändern der Schiffsposition beim Ankern durch Änderungen der Strömung oder des Windes. Das Schiff schwoj´t um den Anker in Kreisform. Schwojbereich freihalten.

Sextant
Er besteht aus dem beweglichen Arm der Alhidade im Mittelpunkt des Gradbogens. Dieser trägt die Ablesemarke, den Index. Außerdem Fernrohr, 2 Spiegel, Blendgläser und Trommel. Der Sextant ist ein einfaches Winkelmeßgerät. Man betrachtet zwei Gegenstände (Horizont und Gestirn). Der Horizont wird direkt, also ohne Spiegel anvisiert, während das Gestirn über zwei Spiegel betrachtet wird. Der obere Spiegel ist verstellbar angeordnet, so daß durch Veränderung der Spiegelstellung, das Gestirn auf den Horizont heruntergeholt werden kann. Der dann abzulesende Winkel entspricht dem Winkel zwischen Horizont und Gestirn, in Bezug auf den Beobachter.

SITOR
Neue Funkübertragungstechnik für aktuelle Wettermeldungen, -vorhersagen und Wetterkarten auf Basis der Funkdatenübertragungstechnik (mit Fehlerkorrekturverfahren). SITOR löst die alte RTTY-Morsetechnologie ab, und wird ebenfalls auf Kurzwelle ausgestrahlt. Dies garantiert weltweiten Empfang. Für ausführliche SITOR-Wettermeldungen in Klartext (auch in deutsch), unterhalten alle Länder Wettersender, welche ständig aktuelle Wetterdaten und Vorhersagen in der jeweiligen Landessprache, sowie Vorhersagekarten senden. Moderne Empfänger sind so eingerichtet, daß sie auch sowohl die alten RTTY-Meldungen, als auch auch Navtex-Meldungen empfangen und ausdrucken zu können.
Zuständig für Deutschland: Deutscher Wetterdienst. (Sender: Offenbach & Mainflingen).
SITOR ist auch eine Ausrüstungskomponente im Rahmen von GMDSS.

Slip
Nicht was Sie denken, schräge Uferstelle zur Einwasserung von Booten.

Smeerreep
Leine, mit der beim Reffen das Achterliek auf dem Baum gezogen wird

Siel
Regulierungsschleuse an einem Deich zu Ent- / Bewässerung

Slup
Heute gebräuchlichste Art des Riggs einer Segelyacht. 1 Mast, Großsegel, Vorsegel. Die wirksamste aller Takelungsarten.

Sorgleine
Sicherungsleine, zur Sicherung von Menschen und Ausrüstungsteilen (z.B. Außenborder). S.a. Lifebelt, Laufleine / Strecktau

Spiere
Jedes Rundholz der Takelage außer dem Mast, also Baum und auch die Gaffel am oberen Ende des Großsegels

Spinnacker
Ballonförmiges Segel,das bei Wind von achtern zusätzlich gesetzt wird

Spleiß
Dauerhafte Verbindung von geschlagenem Tauwerk durch verflechten der einzelnen Kardeele.

Spring
Festmacherleine, die am Vorschiff befestigt ist und am Land nach hinten (achterlich) springt =Vorspring
Festmacherleine, die am Achterschiff befestigt ist und am Land nach vorne (voraus) springt =Achterspring

Stag(e)
Absteifung des Maste in Längsschiffrichtung. Vorstag, Babystag, Achterstag. Die Absteifungen in Querschiffsrichtung werden Wanten genannt.

Staken
Stange zum Anschieben des Bootes über den Grund

Talje
Flaschenzug. Leine über mehrere Blöcke (Rollen).

Takelage
Alles stehende und laufende Gut auf Bord, auch Rigg genannt

Takling
Sicherungsbund (Wickel) aus Garn, um das ausfransen von Leinen an deren Enden zu verhindern.

Tampen / Tau
Da, wo das Ende aufhört, mit anderen Worten das Ende einer Leine / Tau, (niemals Seil, da unseemännisch)

Tauchtiefe
Dieser in der Binnenschifffahrt häufig verwendete Begriff hat es in sich. Wer da glaubt, Tiefgang und Tauchtiefe eines Schiffes seien identisch, der irrt: Tatsächlich setzt sich die Tauchtiefe eines Schiffes aus zwei Faktoren zusammen: Dem Tiefgang des Schiffes in Ruhelage plus Absunk während der Fahrt. Der Absunk während der Fahrt wird von der Konstruktion des Schiffes und der Fahrt durchs Wasser beeinflusst. Bei einem Verdränger lässt sich vereinfacht sagen: Je größer die Fahrt durch das Wasser, je größer der Absunk, je größer also auch die Tauchtiefe, bei übrigens gleichbleibendem Tiefgang des Bootes!

Tiefgang
Tauchtiefe des Schiffes Ohne Fahrt, also in Ruhelage. In Fahrt siehe Tauchtiefe.

Tonne
große Boje, oft mit Kennung (Taktbeleuchtung)

trawlen
Fischen mit Hilfe eines Schleppnetzes

Traveller
Schiene mit der sich die Großschot / Vorschot verschieben läßt, um das Segel flacher oder bauchiger zu stellen

Transponder / Radartransponder
"Radarantwortbake" die beim Empfang eines Radarsignales selbst aktiv wird und seinerseits ein Radarsignal aussendet. Diese Signal des Radartransponders bildet auf dem Radarschirm des Schiffsführers ein Zeichen in Form eines Striches. Somit kann der Schiffsführer die Lage des Transponders erkennen. Wird eingesetzt als Homingsignal (Zielfahrtzeichen) bei der Suche von Schiffen in Seenot, und vermeidet damit das Absuchen eines größeren Seegebietes. Siehe auch RACON

Trimm
Optimales ausrichten. Beim Segelboot Segeltrimm, durch richtige Stellung und Spannung des Segels, sowie Gewichtstrimm durch ausreiten. Beim Motorboot Trimmung durch richtige Gewichtsverteilung, Antriebsstellung und Trimmklappen.

Trog (Wetterlage)
Kleineres Gebiet tiefen Luftdruckes; meist auf der Rückfront eines Tiefdruckgebietes, das sich bereits im vorgerückten Stadium befindet. Die Ausbildung eines Trog ist deshalb gefährlich, weil er sich durch eine kurze Windberuhigung kurz vor Auftreten des Starkwindes ankündigt. Bei Troglage, also nach Durchzug des Tiefs auf plötzlich auftretenden Starkwind vorbereiten.

Unterliekstrecker
Leine, die das Unterliek des strafft

UKW-Kombifunkgerät
Schiffsfunkanlage, die sowohl im Binnen- als auch im Seefunkbereich verwendet werden darf. Hierbei wird im Seefunkbereich bei den Schiff-Schiff-Kanälen auf volle Sendeleistung (25W) geschaltet und DSC ist aktiv. Dagegen ist nach Umschaltung auf "BINNEN" anstatt DSC dann ATIS aktiv und die Sendeleistung wird auf den Schiff-Schiff-Kanälen automatisch reduziert auf 1W.

Verklicker
Windrichtungsanzeiger auf dem Mast. Oft kaputt oder vergessen, oder zeigt falsch

verzurren
Ausrüstung sicher festbinden

Vorleine
Festmacher, die das Boot nach vorne hält

Vorschot

Vorpiek
Stauraum im Vorschiff des Bootes, z.B. Ankerkasten o.ä.

Wanten
Absteifungen des Mastes in Querschiffsrichtung. Top-, Ober-, Mittel-, Unterwant. Absteifungen in Längsschiffsrichtung werden Stage genannt.

Wasserstand:
Der Wasserstand kann anhand der täglich erscheinenden Pegelstände in den Wasserstandsmeldungen berechnet werden. Er ist keinesfalls identisch mit den Pegelständen in den Meldungen.

Weichengebiet
Ausweichstellen im Nord- Ostsee-Kanal (NOK)

Warpanker
In tieferem Wasser ausgebrachter Anker, der nach dem Aufgrundlaufen einer Yacht benötigt wird, um sich wieder selbst freizuziehen (warpen). Wird mit dem Dingi ausgebracht, und dient dann als Fixpunkt.

Webeleinstek
Knoten zum befestigen, z.B. von Fendern

Winsch
nur in eine Richtung bewegliche Trommel, die das Holen von Leinen erleichtert und dazu teilweise mit Kurbeln und Getriebe ausgestattet sind

Wuling
Nicht sauber aufgeschossene Leine. Wird häufig beobachtet beim Zuwerfen einer Leine, mit dem Ergebnis, daß die Leine ins Wasser fällt.

Xanthippe
Zänkisches, mürrisches und streitsüchtiges Weib. Gemahlin des Sokrates. Dieser Frauentyp soll im Mittelalter ausgestorben sein? In Skipperkreisen fast nicht anzutreffen.

Yacht
Boot, das ausschließlich Sport- und Vergnügungszwecken dient. Auch "Jacht".

Yawl
Segelyacht mit zweitem kleinerem Mast, der achterlich außerhalb der Konstruktionswasserlinie steht. Gegenteil Ketch

Yardstick-System
Regelwerk zur Klassifizierung von Tourenyachten, die nicht speziell für Regatten konstruiert wurden.

Zenit / Nadir
Scheitelpunkt der Himmelskugel senkrecht über dem Beobachter. Gegenteil Nadir.

Zinkmäuse
Katodische Opferanode um galvanische Korrosion zu verhindern. Sie stehen in metallischem Kontakt mit den Schiffsteilen. Teilweise auch aus Magnesium gefertigt.

Zollstander
Flagge, die vor dem Einführen in ein Land beim Einlaufen in den Hafen gezeigt wird, um anzuzeigen, daß man beabsichtigt das Boot zu deklarieren um z.B. die notwendigen Abgaben (MWSt) noch zu entrichten. Bei Einreise aus Nicht-EU-Land in ein EU-Land oder umgekehrt vorgeschrieben.